24h-Radrennen

Himmel und Hölle | Neu: 8er-Teams

Langstreckenrennen gehören zur Tradition des Nürburgrings. Seit 2003 ist der Nürburgring um eine diesbezügliche Attraktion reicher: das 24h-Rennen für Radfahrer. Einmal rund um die Uhr stellen sich die Akteure der Herausforderung in der „Grünen Hölle“.

Das Flair der Rennstrecke und die einmalige Atmosphäre eines Tag-und-Nacht-Rennens haben in den letzten Jahren bereits einige tausend Teilnehmer in den Bann gezogen. 28 Runden spulte der bisher Beste in der Einzelwertung ab, 34 das siegreiche Team.

Mehr als 500 Höhenmeter und rund 23 Kilometer hat eine Nordschleifenrunde zu bieten. 72 Kurvenpassagen stehen in ihrem Steckbrief und dazu kommt die Rad-Arena im Grand Prix-Fahrerlager. Dort wo rund 3.000 Teilnehmer ihre Zelte aufschlagen, geht die Radrennstrecke mitten durch.

24h-Radrennen am Nürburgring bedeutet aber nicht nur anstrengendes Strampeln, sondern vor allem auch genussvolles Radeln durch die raue und reizvolle Eifel. Wenn sich die Sonne senkt und die hügelige Eifel in sanftes Licht taucht, wenn hinter „Pflanzgarten“ nur sonores Kettensurren die Nachtstille durchbricht oder wenn man beim Bergab durch den „Hatzenbach“ vom links-rechts-links gar nicht genug bekommen kann, dann wird das 24-Stunden-Rennen zum himmlischen Vergnügen.
Wenn die 17-Prozent-Steigung hinterm „Karussell“ zum zehnten Mal die Muskeln plagt, wenn das Schlafbedürfnis kurz vor dem zweiten Nachteinsatz um 4 Uhr früh stärker scheint als der Wille, dann hört man die Aktiven auch mal leise fluchen. Wer aber nach 24 Stunden über den Zielstrich rollt, steigt aus der „Grünen Hölle“ direkt in den siebten Radlerhimmel auf.

Ablauf

Beim 24h-Rennen erhält jedes Team oder jeder Einzelfahrer/Einzelfahrerin bei der Startunterlagenausgabe einen Transponder. Dieser hat die Funktion eines Staffelstabes und muss so oft wie möglich mit dem Fahrrad über die Rennstrecke (Teile der Grand Prix-Strecke und die gesamte Nordschleife) transportiert werden. Bei den Teams fährt immer nur ein Fahrer/Fahrerin, während die restlichen Teamkollegen die Möglichkeit haben, sich zu erholen. Wie viele Runden jeder Fahrer/Fahrerin am Stück fährt ist jedem Team selbst überlassen. Der Bereich des gesamten Fahrerlagers gilt als Wechselzone. Hier muss der Transponder, der gleichzeitig auch als Zeitmessinstrument dient, dann an den nächsten Fahrer/Fahrerin des Teams übergeben werden.